Montag, 18. März 2019
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Plötzlich Chefin

Am Anfang der beruflichen Selbstständigkeit steht die Idee und jede Menge persönlicher Einsatz. Damit das Vorhaben auch erfolgreich in die Tat umgesetzt werden kann, ist Verstärkung durch Mitarbeiter notwendig.

Foto: © Nathan Niedermeier/Mindener Tageblatt

Marie Simon ist stolz: Die 28-jährige Bäcker- und Konditormeisterin aus Löhne hat sich vor einem Jahr selbstständig gemacht. Und die Geschäfte laufen gut: Frische Brote, raffinierte Torten und Feingebäck stehen bei den Kunden hoch im Kurs. Die süßen und herzhaften Köstlichkeiten finden reißenden Absatz. Drei Genussbackstuben eröffnete die engagierte Jungunternehmerin im April 2016. Dafür benötigte sie gute Mitarbeiter, die sie suchte und fand.

Wer Mitarbeiter einstellt, weil die Nachfrage es erfordert, sollte sich den Schritt zuvor gut überlegen und planen. Denn mit den Mitarbeitern wachsen auch die finanziellen Ausgaben. Das gilt nicht nur für das Gehalt, sondern auch für die Lohnnebenkosten. "Wer einen Mitarbeiter einstellt, sollte ihn unbedingt frühzeitig bei den Sozialversicherungsträgern anmelden", warnt Lisa Herbrand, Leiterin der Unternehmensberatung der Handwerkskammer des Saarlandes. Aus der täglichen Beratungspraxis kennt sie die gefährlichen Folgen, sollte der Unternehmer die Anmeldung nicht bedacht haben. "Wird das versäumt, droht ein schlimmes Erwachen, wenn zu einem späteren Zeitpunkt hohe Nachforderungen der Sozialkassen eingehen." Die Liquidität, wenn nicht sogar die Existenz des jungen Unternehmens, ist dann bedroht.

Marie Simon konnte bei der Planung auf die Erfahrungen bauen, die sie durch die jahrelange Tätigkeit im elterlichen Geschäft sammeln konnte. "So lief es mit der Anmeldung der Mitarbeiter bei der IKK classic problemlos", erinnert sich die Jungchefin.

Angebote und Rechentools im Netz

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Wer sich über Beiträge zur Krankenversicherung oder zu anderen Sozialversicherungsträgern informieren will, findet Hilfestellung im Netz. Die IKK classic hat dazu auf www.ikk-classic.de Online-Rechner bereitgestellt, mit denen Sie schnell und unkompliziert Lohnnebenkosten ermitteln können, die Sie bei der Kalkulation der Mitarbeitergehälter berücksichtigen müssen. Stichwort Krankenversicherung: Seit dem 1. Januar 2009 gilt für alle gesetzlichen Krankenkassen der einheitliche Beitragssatz. Er wird jährlich von der Bundesregierung festgelegt und beträgt im Jahr 2017 14,6 Prozent. Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen jeweils die Hälfte – also 7,3 Prozent.

Jede Kasse kann jedoch nach Bedarf einen individuellen Zusatzbeitrag erheben, der allein vom Arbeitnehmer zu tragen ist. Bei der Krankenkassenwahl kommt es deshalb zum einen auf einen Preisvergleich an, aber auch auf einen genauen Vergleich der Leistungen, die sich dahinter verbergen. Auch Aspekte wie Servicequalität und Vertrautheit mit der jeweiligen Berufsgruppe gilt es zu berücksichtigen.

Eine Krankenkasse wie die IKK classic hat beispielsweise nicht nur attraktive Konditionen, sondern kennt auch die Bedürfnisse des Handwerks aus langjähriger Erfahrung: "Wir wissen, wo unseren Handwerkskunden der Schuh drückt, und richten Leistungen und Service daran aus", betont Volker Müller, Leiter Referat Beiträge/Systemprüfung bei der IKK classic. "Als kompetente Ansprechpartner in Sachen Gesundheitsschutz und Sozialversicherungsrecht stehen wir Ihnen jederzeit zur Seite", fügt Müller hinzu. "Das gilt für das persönliche Beratungsgespräch – gern auch vor Ort im Betrieb – genauso wie für umfangreiche Serviceleistungen im Internet." Auf der Website der IKK classic sowie in übersichtlichen Infobroschüren und kundenorientierten Briefen finden Unternehmer zum Beispiel die aktuellen Beiträge zur Pflegeversicherung: 2,55 Prozent beziehungsweise. für Kinderlose 2,8 Prozent.

Wer sich in den Anfangsjahren finanziell noch nicht zu sehr binden möchte, der kann auch mit Praktikanten, Freiberuflern, Mini-Jobbern, Zeitarbeitern oder befristet Angestellten starten. Der Vorteil: Sie lernen die Mitarbeiter erst kennen und stellen sie dann – wenn alles passt – ein.

Allerdings: Wenn Sie lediglich Aushilfen beschäftigen, geht dies häufig mit einer hohen Fluktuation einher. Dem Kundenbedürfnis nach einem festen und kompetenten Ansprechpartner wird ein fest angestellter, gut ausgebildeter Mitarbeiter eher gerecht. Lisa Herbrand kann dies nur bestätigen: "Längerfristig lohnt sich – bei gewolltem Wachstum des Unternehmens – immer die Investition in gutes Personal, da sich dieses auch auf die Leistungsfähigkeit des Unternehmens auswirkt."

Checkliste

Mein erster Mitarbeiter
Als Arbeitgeber sind Sie verpflichtet, dem Angestellten spätestens einen Monat nach Beginn des Beschäftigungsverhältnisses einen schriftlichen Nachweis auszuhändigen, der alle wesentlichen Vertragsbedingungen enthält. Für einen guten Start ist es wichtig, den Vertrag rechtzeitig vor Arbeitsantritt zu überreichen. Dies gilt insbesondere bei befristeten Verträgen, da eine Befristung nur vor Aufnahme der tatsächlichen Beschäftigung möglich ist.

Inhalte des Arbeitsvertrages
Der Vertrag sollte Namen und Anschrift der Vertragsparteien, den Arbeitsort sowie eine kurze Beschreibung der Tätigkeit enthalten. Schreiben Sie außerdem den Beginn des Arbeitsverhältnisses, die Arbeitszeit und die Dauer des Jahresurlaubs fest. Auch die Höhe und Zusammensetzung des Arbeitsentgeltes, die Auszahlungstermine sowie die Hinweise zu den Kündigungsfristen müssen im Arbeitsvertrag genannt werden.

Fordern Sie Ihre Betriebsnummer an
Wenn Sie Mitarbeiter einstellen, müssen Sie Ihr Unternehmen bei der Bundesagentur für Arbeit anmelden. Daraufhin bekommen Sie eine Betriebsnummer zugeteilt, die Sie zur Anmeldung Ihrer Angestellten bei der Sozialversicherung benötigen.

Sozialabgaben anmelden
Weiterhin sind Sie verpflichtet, Ihre neuen versicherungspflichtigen Mitarbeiter bei den Trägern der Sozialversicherung (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung) anzumelden. Dies geschieht über die Meldung an die für Ihren Mitarbeiter zuständige Krankenkasse. Der Gesamtsozialversicherungsbeitrag ist ebenfalls dorthin zu zahlen und wird von dort entsprechend weitergeleitet. Für geringfügig Beschäftigte ist die Minijob-Zentrale zuständig.

Anmeldefristen beachten
Wichtig: Die Sozialversicherungspflicht beginnt am ersten Arbeitstag Ihres neuen Mitarbeiters. Melden Sie ihn bitte umgehend an, damit Ihr Mitarbeiter kurzfristig mit der Krankenversichertenkarte und weiteren Unterlagen versorgt werden kann. Die Anmeldung ist grundsätzlich mit der ersten Lohnabrechnung vorzunehmen, spätestens aber innerhalb von sechs Wochen nach Beschäftigungsbeginn. 

 

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Volker Müller, Leiter Referat Beiträge/ Systemprüfung bei der IKK classic
"Wir wissen, wo unseren Handwerkskunden der Schuh drückt, und richten Leistungen und Service daran aus."

 

Fotos: © Nathan Niedermeier/Mindener Tageblatt, privat, IKK classic

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