Freitag, 17. November 2017
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So finden Sie neue Mitarbeiter!

Wie finden Betriebe neue Leute? Vor allem bei Kleinbetrieben ist die Antwort ganz einfach …

Foto: ©auremar/123RF.com

 

Ein neuer Rekord: Im zweiten Quartal 2017 gab es bundesweit 1.099.000 offene Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Das zeigt eine aktuelle Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das Handwerk kennt das Problem nur zu gut, der Fachkräftemangel wird in vielen Gewerken zur Wachstumsbremse.

Die aktuelle IAB-Stellenerhebung zeigt jetzt, wie vor allem Kleinbetriebe neue Stellen besetzen können: Indem sie persönliche Kontakte nutzen. 32 Prozent aller Neueinstellungen kommen so zustande, bei Kleinbetrieben sind es sogar 47 Prozent. Die Kleinbetriebe finden neues Personal vor allem auf diesem Weg und weniger über die eigene Internetpräsenz, Online-Jobbörsen oder soziale Medien.

Diese Wege sind bei allen Betrieben erfolgreich:

  • Internet-Jobbörsen, darunter die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, bringen Arbeitgeber und neue Mitarbeiter bei 21 Prozent der Neueinstellungen zusammen.
  • Elf Prozent der Stellenbesetzungen kommen über Stellenausschreibungen auf der eigenen Homepage zustande.
  • Zehn Prozent der Stellen werden über Stellenangebote in Zeitungen oder Zeitschriften besetzt.
  • Ebenfalls zehn Prozent kommen über Initiativbewerbungen oder Bewerberlisten.
  • Die Vermittlungsdienste, die die Bundesagentur für Arbeit über die Jobbörse hinaus anbietet, führen bei fünf Prozent der Neueinstellungen zur Stellenbesetzung.
  • Auf private Arbeitsvermittlungen entfallen vier Prozent der Stellenbesetzungen.
  • Andere Besetzungswege spielen dagegen nur eine geringe Rolle, der Anteil der sozialen Medien an den Stellenbesetzungen liegt beispielsweise bei einem Prozent.


Niedrige Einstiegslöhne sind ein Hindernis

Die größten Schwierigkeiten bei der Personalsuche haben die kleinsten Betriebe. Dies liege häufig daran, dass die Einstiegslöhnen vergleichsweise gering sind und die Arbeitsbedingungen zum Teil ungünstiger als in mittleren und größeren Betrieben, so die IAB: "Unter den Kleinbetrieben befinden sich beispielsweise Handwerksbetriebe mit körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten." Andererseits böten Kleinbetriebe neuen Mitarbeitern häufiger unbefristete Arbeitsverträge als Großbetriebe. Die IAB-Studie ist im Internet abrufbar.

Foto: ©auremar/123RF.com

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