Dienstag, 22. Oktober 2019
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Brandenburg punktet mit Innovationsgutschein

Auch kleinere Firmen und Handwerksbetriebe rüsten sich zunehmend fürs digitale Zeitalter  – in Brandenburg werden sie dabei vom Land mit dem Innovationsgutschein 'BIG digital' unterstützt.

Glienicker Brücke Foto: © 2017 Claudia Weiher

"Die Digitalisierung in der brandenburgischen Wirtschaft schreitet beständig voran. Längst sind es nicht mehr nur große Unternehmen, die ihre Geschäftsabläufe auf digitale Verfahren umstellen. Auch kleinere Firmen und Handwerksbetriebe rüsten sich zunehmend fürs 4.0-Zeitalter – und werden dabei vom Land Brandenburg unterstützt. Mit dem 'Brandenburgischen Innovationsgutschein' zur Digitalisierung – kurz 'BIG digital' – haben wir in weniger als anderthalb Jahren bereits 126 Digitalisierungsprojekte mit 11,8 Millionen Euro gefördert." Das erklärt Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach. Das Programm wird auch weiterhin gut nachgefragt: Bei der Förderbank ILB liegen aktuell 58 Anträge auf Unterstützung von Digitalisierungsprojekten aus dem Programm BIG vor mit einem beantragten Zuschussvolumen von 4,7 Millionen Euro.

Erst im April 2018 hatte das Wirtschaftsministerium sein Programm "Brandenburgischer Innovationsgutschein" (BIG) um die Fördermöglichkeit für Digitalisierungsvorhaben erweitert (BIG-Digital). Unterstützt werden die Beratung von Unternehmen durch externe Fachleute sowie die Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben mit Hilfe neuer Hard- und Software, aber auch und die Schulung von Beschäftigten.

Herausforderung für den Mittelstand

Es sei wichtig, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frühzeitig in Überlegungen zur Digitalisierung einzubeziehen, betont Steinbach: "Die Beschäftigten sollten die Möglichkeit haben, sich auf die Anwendung neuer digitaler Verfahren umfassend vorzubereiten. Deshalb umfasst der ,BIG-Digital‘ neben den Bausteinen Beratung und Implementierung auch den Bereich Schulung. Damit werden die Unternehmen rundum fit gemacht für die Anforderungen des Digital-Zeitalters". 

Auch für den Mittelstand sei es unabdingbar, sich der digitalen Zukunft zu öffnen, unterstreicht der Minister weiter. "Denn wachsende digitale Qualitätsstandards im Zuliefererbereich verlagern sich zunehmend auf kleine und mittelständische Unternehmen. Darin liegen für Brandenburg mit seiner überwiegend mittelständisch geprägten Wirtschaftsstruktur große Chancen, aber auch erhebliche Herausforderungen", sagte Steinbach.

Die drei Module des 'BIG Digital'

 

>  Beratung: Gefördert werden externe Beratungsdienstleistungen, die betriebliche Abläufe und Prozesse umfassend analysieren, um herauszufinden, wo es Digitali­sierungs­potenzial gibt und wie diese Möglichkeiten genutzt werden können. Unterstützt wird die Entwicklung individueller Lösungen und Hand­lungs­empfehlungen. Die Fördersumme beträgt maximal 50.000 Euro bei einem Fördersatz von 50 Prozent.

> Implementierung: Gefördert werden Aufwendungen zur konkreten Umsetzung von Digitalisierungslösungen im eigenen Unternehmen. Die Fördersumme beträgt maximal 500.000 Euro bei einem Fördersatz von 50 Prozent.

> Schulung: Unterstützt wird die Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Zusammenhang mit der Implementierung mit maximal 50.000 Euro. Auch hier liegt der Fördersatz bei 50 Prozent.

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