Mittwoch, 16. Januar 2019
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Tipps rund um die Berufsbekleidung

Alles ist vorbereitet, das Team startklar. Fehlt noch die richtige Berufskleidung. Jetzt keine (kostspieligen) Fehler machen. Was Betriebe beachten sollten.

Foto: © DBL

 

Jeder wie er will? Oder lieber für die Mitarbeiter professionelle, einheitliche Kleidung anschaffen? Und wer wäscht? Am Anfang stehen viele Fragen...

„Klar, es ist schon eine Herausforderung, eine gelungene, von den Mitarbeitern akzeptierte und vor allem auch finanzierbare Lösung zu finden“, weiß Textilexpertin Anja Scherbel-Erlinghagen von der DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH. Die Expertin rät deshalb bereits vor der Anschaffung der Kleidung zur sorgfältigen Planung und einem klaren Konzept. Hier sollten Unternehmer und Existenzgründer nicht zögern, sich beim Thema Berufskleidung von externen Profis beraten zu lassen. Das spart oft Zeit, Geld und Fehlentscheidungen.

Mitarbeiter mit einbeziehen

So können mit einer Bedarfsanalyse z.B. Aspekte wie Farbspektrum, Logo, benötigte Mengen für die Mitarbeiter, Zusammenstellung sowie favorisierte Kollektionsteile im Vorfeld geklärt werden. Wichtig ist auch: In welchen Bereichen wird welche Kleidung eingesetzt? Dazu Anja Scherbel-Erlinghagen: „Falls es im Unternehmen Einsätze mit Risiken gibt, klärt eine Gefährdungsanalyse, ob eventuell normgerechte PSA eingesetzt werden muss.“

Die Expertin rät zudem, die Mitarbeiter mit einzubeziehen. Schließlich sind sie es, die die Kleidung viele Stunden am Tag tragen. „Hier sind ein Tragetest und persönliche Anproben von Vorteil. Das gibt Klarheit über Optik, Komfort, Funktionalität. Und vermeidet später Querelen, die kein Betrieb braucht.“ Ebenfalls wichtiges Thema: Größen und Nachkaufmöglichkeit. Jeder Mitarbeiter ist anders gebaut.

Entsprechend breit sollte auch das Spektrum an verfügbaren Kollektionsgrößen sein. „Wird die Kleidung gekauft, sollte der Lieferant die Kollektionsteile mindestens fünf Jahre nachliefern können – im Leasing wird das von uns gewährleistet. Wichtig bei Verschleiß oder bei Einkleidung neuer Mitarbeiter und Aushilfen.“

Budget im Blick

Entscheidender Punkt für die Betriebe sind immer die Kosten – Existenzgründer sollten deshalb direkt zu Anfang ihren finanziellen Rahmen klären und sich darüber im Klaren sein, was investiert werden muss. Dazu gehört auch die Überlegung, ob die Kleidung käuflich erworben oder geleast wird.

„Wer die Kleidung für das Team kauft, findet am Markt viel Auswahl. Er sollte aber auch bedenken, dass er pro Mitarbeiter mindestens drei Garnituren anschaffen muss: Eine trägt der Mitarbeiter, eine ist in der Wäsche, die andere liegt für den Wechsel bereit“, so Anja Scherbel-Erlinghagen. „Nur so wird der ordentliche Auftritt gewährleistet. Hier werden die Kosten schon mal unterschätzt.“

Das ist auch bei der Ausstattung von Aushilfen und evtl. „Aufstockung“ von neuen Mitarbeitern zu bedenken. Auch hier muss passende Kleidung bereitgestellt werden, um den guten Auftritt zu wahren. Hinzu kommen Kosten für Logos, Einstickungen usw. So ist gerade beim Thema Startkapital der textile Mietdienst für Existenzgründer eine Alternative. Denn statt hoher Erstinvestitionen bieten diese eine fest vereinbarte Kostenübersicht mit monatlichen Raten an und Eigenkapital wird geschont.

Allerdings sollte beim Leasing auf faire Konditionen und transparente Verträge geachtet werden. Was gehört hier zum Service? „Wir übernehmen die individuelle Ausstattung aller Mitarbeiter sowie fachgerechte Pflege und Reparatur aller Kleidungsstücke, auch von PSA“, erklärt Anja Scherbel-Erlinghagen. „Ebenso Hol- und Bringdienst in vereinbarten Intervallen. Der Organisationsaufwand wird damit erheblich minimiert. Auch können die Betriebe mit uns flexibel und ohne großen Aufwand auf ein wachsendes oder auch ein kleiner werdendes Team reagieren.“

Die Tipps im Überblick

Gute Planung. Mit einer Bedarfsanalyse können Aspekte wie Farbspektrum, Logo, benötigte Mengen für die Mitarbeiter und favorisierte Kollektionsteile im Vorfeld geklärt werden.
Mitarbeiter mit einbeziehen. Bitte nicht am Team vorbeientscheiden. Hier ist auch eine persönliche Anprobe von Vorteil.
Größen beachten. Jeder ist unterschiedlich, entsprechend breit sollte auch das Spektrum an verfügbaren Kollektionsgrößen sein.
Nachkaufmöglichkeit sichern. Wird die Kleidung gekauft, sollte der Lieferant die Kollektionsteile mindestens fünf Jahre nachliefern können.
Budget im Blick. Gerade bei Existenzgründern sollten die Kosten für Anschaffung, Pflege und Organisation vertretbar sein. Dazu gehört auch die Überlegung, ob die Kleidung käuflich erworben oder geleast wird.

 

Scherbel

"Das Thema Berufskleidung ist komplex – und gute Beratung entscheidend. Wir bieten individuelle Bekleidungslösungen und Full-Service." Anja Scherbel-Erlinghagen, Verkaufsleiterin beim DBL-Vertragswerk Textilservice Stangelmayer GmbH.

 Fotos: © DBL

 DBL-Vertragswerk Textilservice Stangelmayer GmbH

 

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